Giropay Casino 2026: Was vom Bezahlsystem im deutschen Glücksspielmarkt geblieben ist

Wer heute in Deutschland nach einem Giropay Casino sucht, stößt auf eine eigentümliche Lücke. Die Suchanfrage existiert, das Bezahlsystem in seiner ursprünglichen Form jedoch nicht mehr. Giropay wurde zum 1. Juli 2024 eingestellt, nachdem die Deutsche Kreditwirtschaft das Verfahren zugunsten von Wero aufgegeben hatte. Was bleibt, ist ein Begriff, der im Kopf vieler Spieler weiterlebt.

Dieser Artikel zeichnet nach, wie Giropay in den deutschen Online-Casino-Markt kam, warum es zwischen 2018 und 2023 als Standard für Einzahlungen galt, und welche Zahlungswege 2026 an seine Stelle getreten sind. Dabei geht es nicht um eine nostalgische Rückschau, sondern um die praktische Frage: Wie zahlt man heute in einem GGL-lizenzierten Casino ein, ohne Gebühren, ohne Umwege, mit sofortiger Gutschrift?

Von der Sparkassen-Idee zum Massenphänomen: Die Giropay-Ära im Casino

Giropay startete 2006 als Gemeinschaftsprojekt deutscher Banken und Sparkassen. Der Grundgedanke war schlicht: Online bezahlen soll sich anfühlen wie eine Überweisung, nur schneller. Man loggte sich mit PIN und TAN im Online-Banking der eigenen Bank ein, bestätigte den Betrag, und das Geld war unterwegs. Kein Kreditkarteninstitut, kein Umweg über einen ausländischen Zahlungsdienstleister.

Für Online-Casinos war das ein Glücksfall. Zwischen 2015 und 2020 suchten deutsche Spieler zunehmend nach Zahlungsmethoden, die sich lokal anfühlten. Kreditkarten hatten den Ruf, teuer und missbrauchsanfällig zu sein. E-Wallets wie Skrill oder Neteller waren funktional, aber für viele Neulinge eine Hürde. Giropay dagegen kannte jeder, der ein Girokonto bei einer Sparkasse, Volksbank oder einem der großen Privatinstitute führte.

Die Integration in Casino-Plattformen lief technisch über Zahlungsdienstleister wie Mollie, PPRO oder BS Payone. Der Spieler sah im Kassenbereich das Giropay-Logo, wurde auf seine Bankumgebung weitergeleitet, bestätigte mit TAN, und innerhalb von 10 bis 30 Sekunden war der Betrag im Casinokonto. Einzahlungen ab 10 Euro, meist ohne Aufschlag. Auszahlungen liefen dagegen selten über Giropay, weil das System primär für Zahlungen in Richtung Händler ausgelegt war, nicht für Rücküberweisungen an Privatpersonen.

Warum Giropay im Casino-Bereich so beliebt war

Drei Faktoren erklären die Sonderstellung. Erstens: Vertrautheit. Wer bei der Sparkasse ein Konto hatte, musste keine neue Wallet eröffnen, keine Kreditkarte hinterlegen, keinen zusätzlichen Account verwalten. Zweitens: Geschwindigkeit. Die Gutschrift im Casino erfolgte in Echtzeit, ohne die Verzögerung, die klassische Überweisungen damals mit sich brachten. Drittens: das Gefühl von Kontrolle, weil die Bestätigung im eigenen Banking-Umfeld stattfand.

Es gab allerdings eine Kehrseite, die viele Spieler erst später bemerkten. Giropay-Transaktionen waren für das Casino als Banküberweisung erkennbar. Das war für legale Anbieter unproblematisch, für Anbieter ohne deutsche Erlaubnis jedoch ein Risiko: Banken konnten Zahlungen an nicht lizenzierte Glücksspielanbieter ablehnen oder zurückbuchen. Genau das passierte ab 2021 häufiger.

Mit dem Inkrafttreten des GlüStV 2021 am 1. Juli 2021 änderte sich der rechtliche Rahmen grundlegend. Der neue Staatsvertrag verlangte von Zahlungsdienstleistern ausdrücklich, Transaktionen zu unerlaubten Glücksspielangeboten zu unterbinden. Für Giropay als bankennahes System bedeutete das eine klare Linie: nur noch Anbieter mit deutscher Erlaubnis.

Der regulatorische Schnitt: Was sich 2021 und danach änderte

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder nahm ihre Arbeit 2022 auf, mit vollständigem Überwachungsauftrag ab 2023. Für den Zahlungsverkehr hatte das eine doppelte Wirkung. Einerseits wurden lizenzierte Anbieter sichtbarer, weil sie nun legal mit Giropay, Kreditkarte und später PayPal arbeiten durften. Andererseits geriet der graue Markt unter Druck, weil Banken und Zahlungsdienstleister begannen, Transaktionen zu blockieren.

Wer damals versuchte, bei einem Anbieter ohne GGL-Erlaubnis mit Giropay einzuzahlen, erlebte häufig, dass die Zahlung gar nicht erst durchging. Die Bank lehnte ab, mit Verweis auf den Glücksspielstaatsvertrag. Das war kein technischer Fehler, sondern gewollte Regulierung. Der Effekt: Spieler mussten sich entscheiden zwischen einem legalen Anbieter mit reibungsloser Einzahlung und einem nicht zugelassenen Anbieter mit Umwegen.

Parallel verschärfte sich die Lage für Giropay selbst. Der Druck von Kartensystemen, E-Wallets und mobilen Bezahlverfahren wuchs. Giropay verlor Marktanteile, weil es im Alltag außerhalb des Casinos kaum noch genutzt wurde. Die Deutsche Kreditwirtschaft kündigte 2023 an, das System zugunsten von Wero einzustellen. Am 1. Juli 2024 war Schluss.

Was ist Wero und kann es Giropay im Casino ersetzen?

Wero ist das europäische Nachfolgeprojekt der großen Bankengruppen unter dem Dach der European Payments Initiative. Es startete 2024 zunächst in Deutschland, Belgien und Frankreich. Technisch funktioniert es ähnlich wie Giropay: Zahlung per Banking-App oder Online-Banking, Bestätigung mit Freigabe, sofortige Gutschrift. Im Casino-Bereich ist Wero bislang jedoch kaum integriert, weil viele Casinos auf andere Verfahren setzen.

Das liegt weniger an der Technik als an der Akzeptanz. Wero ist bei Händlern noch dünn vertreten, und Casinos integrieren Zahlungswege erst, wenn Nachfrage und Abwicklungsvolumen stimmen. Wer 2026 in einem GGL-lizenzierten Casino spielt, findet Wero in den seltensten Fällen als Einzahlungsoption. Die Lücke, die Giropay hinterlassen hat, füllen andere Anbieter.

Was Giropay 2026 ersetzt: Die tatsächlich verfügbaren Zahlungswege

In einem legalen deutschen Online-Casino stehen heute im Wesentlichen fünf Wege zur Verfügung. Sie unterscheiden sich in Geschwindigkeit, Gebühren, Limits und in der Frage, ob Auszahlungen möglich sind oder nur Einzahlungen. Wer versteht, wie diese Wege funktionieren, braucht Giropay nicht mehr.

ZahlungswegEinzahlungAuszahlungTypische DauerGebühren
Kreditkarte (Visa/Mastercard)soforteingeschränkt1–3 Werktagekeine bis 2 %
PayPalsofortja, bei einigenwenige Stundenkeine
Sofortüberweisung/Klarnasofortneinkeine
Banküberweisung1–2 Werktageja1–3 Werktagekeine
Trustly (Pay-n-Play)sofortjaMinutenkeine

Die praktisch relevanteste Alternative ist Trustly, weil es das Pay-n-Play-Prinzip nutzt: Der Spieler wählt im Casino seine Bank, loggt sich dort ein, bestätigt die Zahlung, und das Geld wird direkt vom Girokonto abgebucht. Kein Konto bei einem Zwischenanbieter, kein Aufladen einer Wallet. Das kommt dem Giropay-Erlebnis am nächsten.

PayPal hat sich im deutschen Markt dagegen wieder auf dem Rückzug gezeigt. Mehrere große Anbieter haben PayPal als Einzahlungsmethode entfernt, weil die Abwicklungskosten und regulatorischen Anforderungen gestiegen sind. Wer heute ein Casino mit PayPal sucht, findet es noch, aber seltener als 2021. Kreditkarten funktionieren weiterhin zuverlässig, sind aber bei Auszahlungen oft nicht verfügbar.

Welche Zahlungsmethode ist 2026 für deutsche Casinospieler am praktischsten?

Für Einzahlungen ist Trustly oder Sofortüberweisung am schnellsten und gebührenfrei. Für Auszahlungen bleibt die klassische Banküberweisung der Standard, weil sie überall funktioniert und keine Obergrenzen durch Kartensysteme kennt. Wer beides kombinieren will, nutzt Trustly für Einzahlungen und Banküberweisung für Auszahlungen. Das ist der pragmatischste Weg in einem lizenzierten Casino.

Die Reise eines Spielers: Vom Giropay-Konto zur heutigen Einzahlung

Stellen wir uns einen Spieler vor, nennen wir ihn Markus, 38, Angestellter aus Nürnberg. Markus spielte 2019 regelmäßig in einem Online-Casino, das damals noch unter maltesischer Lizenz operierte. Seine Standardmethode war Giropay, weil er bei der Sparkasse ein Konto führte und die Zahlung mit seiner Banking-App bestätigte. Einzahlungen von 50 Euro waren in unter einer Minute gutgeschrieben.

2021 änderte sich für Markus alles. Sein damaliges Casino erhielt keine deutsche Erlaubnis und verschwand aus seiner Wahrnehmung, weil die Zahlung plötzlich abgelehnt wurde. Die Bank schickte eine Fehlermeldung mit Verweis auf den Glücksspielstaatsvertrag. Markus suchte nach Alternativen, fand einen Anbieter mit GGL-Lizenz und stellte fest, dass Giropay dort funktionierte, aber das Casino-Erlebnis anders war: Einsatzlimit 1 Euro pro Spin, 5 Sekunden Pause zwischen den Drehs, kein Autoplay, keine Live-Tische.

2024 dann die nächste Änderung. Giropay wurde eingestellt. Markus musste sich umstellen. Er probierte Kreditkarte, was funktionierte, aber bei Auszahlungen umständlich war. Er versuchte PayPal, das sein Casino kurz darauf abschaffte. Schließlich landete er bei Trustly für Einzahlungen und Banküberweisung für Auszahlungen. Der Ablauf fühlt sich heute ähnlich an wie früher mit Giropay: Konto auswählen, bestätigen, fertig.

Was Markus dabei gelernt hat

Drei Dinge haben sich für ihn dauerhaft verändert. Erstens: Er achtet auf die Lizenz, nicht auf das Zahlungslogo. Ein Casino mit GGL-Erlaubnis ist rechtlich abgesichert, eines ohne ist es nicht, unabhängig davon, welche Zahlungsmethode angeboten wird. Zweitens: Er nutzt für Einzahlungen und Auszahlungen unterschiedliche Wege, weil das in der Praxis schneller und günstiger ist. Drittens: Er hat sein Einzahlungslimit im Blick, das seit 2021 anbieterübergreifend bei 1 000 Euro pro Monat liegt.

Diese 1 000-Euro-Grenze ist keine Empfehlung, sondern eine harte Regel. Sie wird über das LUGAS-System durchgesetzt, das alle lizenzierten Anbieter verbindet. Wer bei einem Casino einzahlt, sieht sein verbleibendes Monatslimit bei allen anderen ebenfalls sinken. Das war 2019 noch anders, und es ist einer der spürbarsten Unterschiede zwischen der Giropay-Ära und heute.

Wie sich der Markt seit 2021 konsolidiert hat

Die Zahl der legalen Anbieter in Deutschland ist überschaubar. Die Whitelist der GGL umfasst rund 95 Einträge, wobei nicht alle über eine Slot-Lizenz verfügen. Für virtuelle Automatenspiele sind es deutlich weniger, und genau diese Anbieter sind für Spieler relevant, die Slots wie Book of Dead oder Gates of Olympus spielen wollen.

Zu den etablierten Namen mit deutscher Erlaubnis zählen Anbieter wie Merkur Slots, Wunderino, JackpotPiraten, LöwenPlay, CrazyBuzzer, BingBong und Mybet. Sie alle arbeiten mit den regulatorischen Vorgaben: Einsatzlimit 1 Euro pro Spin, 5 Sekunden Pause, keine progressiven Jackpots, kein Bonus Buy, keine Live-Tische. Wer diese Einschränkungen akzeptiert, spielt in einem rechtlich abgesicherten Rahmen.

Die Zahlungsabwicklung läuft bei diesen Anbietern über lizenzierte Dienstleister. Trustly, Kreditkarte und Banküberweisung sind Standard. PayPal ist bei einigen verfügbar, bei anderen nicht. Giropay ist überall verschwunden, weil das System nicht mehr existiert. Wero ist bislang kaum integriert, weil die Nachfrage fehlt.

Warum Anbieter ohne GGL-Lizenz weiterhin existieren

Sie existieren, weil sie in anderen Jurisdiktionen lizenziert sind, etwa auf Curaçao, Malta oder Anjouan. Für deutsche Spieler sind sie jedoch nicht zugelassen. Das bedeutet nicht, dass sie technisch nicht erreichbar wären, aber es bedeutet, dass Zahlungen über deutsche Banken und lizenzierte Dienstleister blockiert werden können. Seit Mai 2026 verschärft die GGL zudem DNS-Sperren gegen nicht erlaubte Angebote.

Für Spieler, die Wert auf Rechtssicherheit legen, ist die Lage eindeutig. Wer in einem Casino ohne GGL-Erlaubnis spielt, bewegt sich außerhalb des regulierten Rahmens. Der Bundesgerichtshof hat 2024 in mehreren Verfahren bestätigt, dass Verluste aus nicht erlaubten Glücksspielangeboten grundsätzlich zurückgefordert werden können, auch wenn die Durchsetzung langwierig ist. Das ist kein Freifahrtschein, sondern ein Hinweis darauf, wie fragil die Rechtsstellung solcher Anbieter ist.

Rechenbeispiel: Was Einzahlungen und Limits für den Spielverlauf bedeuten

Wer verstehen will, wie sich regulatorische Vorgaben auf das Spiel auswirken, kommt an einem Rechenbeispiel nicht vorbei. Nehmen wir einen Spieler mit 100 Euro Einzahlung, der Book of Dead spielt. Der RTP liegt bei 96,21 Prozent in der Standardversion, bei 94,25 Prozent in der reduzierten Variante, die einige Anbieter nutzen. Bei 1 Euro pro Spin und 500 Spins ergibt sich folgende Rechnung.

Bei 96,21 Prozent RTP verliert der Spieler im statistischen Mittel 3,79 Prozent seines Umsatzes. 500 Spins à 1 Euro sind 500 Euro Umsatz. Der erwartete Verlust liegt bei 18,95 Euro. Bei der 94,25-Prozent-Version steigt der erwartete Verlust auf 28,75 Euro. Der Unterschied von fast 10 Euro zeigt, warum die RTP-Version eines Slots wichtiger ist als die Zahl der Freispiele in einem Bonus.

SlotRTP StandardRTP reduziertErwarteter Verlust bei 500 € Umsatz
Book of Dead96,21 %94,25 %18,95 € / 28,75 €
Big Bass Bonanza96,71 %94,50 %16,45 € / 27,50 €
Sweet Bonanza96,48 %94,20 %17,60 € / 29,00 €
Gates of Olympus96,50 %94,30 %17,50 € / 28,50 €

Was hat das mit Giropay zu tun? Zunächst nichts. Aber die Wahl der Zahlungsmethode beeinflusst, wie oft man einzahlt und wie hoch die einzelnen Beträge sind. Wer mit Trustly in Sekunden einzahlt, neigt dazu, häufiger und kleiner einzuzahlen. Wer per Banküberweisung zahlt, was 1 bis 2 Werktage dauert, einzahlt seltener und überlegter. Das ist ein verhaltensökonomischer Effekt, der in der Diskussion um Zahlungsmethoden selten erwähnt wird.

Beeinflusst die Zahlungsmethode das Spielverhalten?

Indirekt ja. Sofortige Zahlungswege senken die Hürde für spontane Einzahlungen. Langsamere Wege erzwingen eine Bedenkzeit. Wer sein Spielverhalten kontrollieren will, kann das als Werkzeug nutzen: Banküberweisung statt Sofortverfahren. Das ersetzt keine Selbstkontrolle, aber es verlangsamt Impulse.

Häufige Fehler beim Thema Zahlungsmethoden im Casino

Fehler eins: die Lizenz mit dem Zahlungslogo verwechseln. Ein Casino, das Giropay oder Trustly anbietet, ist nicht automatisch legal. Die Lizenz ist das entscheidende Kriterium, nicht die Zahlungsmethode. Wer das verwechselt, landet schnell bei einem Anbieter mit Curaçao-Lizenz, der deutsche Zahlungswege nur scheinbar anbietet.

Fehler zwei: Auszahlungen über dieselbe Methode erwarten wie Einzahlungen. Kreditkarten und Sofortüberweisung sind für Einzahlungen optimiert. Auszahlungen laufen bei vielen Casinos über Banküberweisung, unabhängig davon, wie eingezahlt wurde. Wer das nicht weiß, wartet unnötig lange.

Fehler drei: Gebühren übersehen. Manche Casinos berechnen für Einzahlungen unter 20 Euro eine Gebühr, andere für Auszahlungen unter 30 Euro. Das steht in den AGB, wird aber selten gelesen. Ein Blick in die Zahlungsbedingungen spart Geld.

Fehler vier: das LUGAS-Limit ignorieren. Wer 1 000 Euro im Monat einzahlt, kann bei keinem anderen lizenzierten Anbieter weiter einzahlen. Das Limit ist anbieterübergreifend. Wer mehr spielen will, muss eine Erhöhung beantragen, was einen Bonitätsnachweis erfordert und bis zu 7 Tage dauern kann.

Fehler fünf: bei nicht lizenzierten Anbietern auf Zahlungswege vertrauen, die dort beworben werden. Wer außerhalb des GGL-Rahmens spielt, riskiert, dass Zahlungen blockiert oder zurückgebucht werden. Seit Mai 2026 kommen DNS-Sperren hinzu, die den Zugang ohnehin erschweren.

Verantwortungsvolles Spielen: Was 2026 gilt

Der Schutz der Spieler ist in Deutschland eng mit dem Zahlungsverkehr verzahnt. Das Einzahlungslimit von 1 000 Euro pro Monat ist die sichtbarste Maßnahme. Wer es senken will, kann das jederzeit tun, entweder im Casino-Konto oder über das LUGAS-System. Eine Erhöhung ist möglich, erfordert aber einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse und wird nicht automatisch genehmigt.

Für Spieler, die ihr Verhalten kritisch sehen, gibt es das OASIS-System. Eine Selbstsperre ist mindestens 3 Monate gültig und wird bei allen lizenzierten Anbietern wirksam. Die Aufhebung erfolgt nur auf Antrag. Wer sich sperren lässt, kann in dieser Zeit bei keinem legalen Anbieter spielen, auch nicht bei einem anderen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt unter der Nummer 0800 1 372 700 eine kostenlose Beratungshotline. Auf check-dein-spiel.de gibt es zusätzlich einen Selbsttest, der das eigene Spielverhalten einschätzt. Das sind keine Pflichttermine, sondern Angebote, die man nutzen kann, bevor aus einem Hobby ein Problem wird.

Wer sein Einzahlungslimit senken will, sollte das nicht aufschieben. Die Änderung wirkt sofort und bei allen Anbietern. Das ist einer der wenigen Bereiche, in denen die Regulierung dem Spieler direkte Kontrolle gibt, ohne Umwege über den Support.

FAQ: Häufige Fragen zu Giropay und Casino-Zahlungen

Kann ich 2026 noch mit Giropay in einem Online-Casino einzahlen?

Nein. Giropay wurde am 1. Juli 2024 eingestellt. Das System existiert nicht mehr, und kein lizenziertes Casino in Deutschland bietet es an. Wer Giropay als Suchbegriff verwendet, findet heute nur noch historische Informationen oder veraltete Seiten. Als Alternative stehen Trustly, Kreditkarte, Banküberweisung und teilweise PayPal zur Verfügung.

Welche Zahlungsmethode ersetzt Giropay am besten?

Trustly kommt dem Giropay-Erlebnis am nächsten. Es funktioniert über das eigene Online-Banking, erfordert keine zusätzliche Wallet und schreibt Einzahlungen in Sekunden gut. Wer eine reine Einzahlungslösung sucht, kann auch Sofortüberweisung nutzen. Für Auszahlungen bleibt die klassische Banküberweisung der zuverlässigste Weg, weil sie überall funktioniert.

Ist Wero eine Alternative zu Giropay im Casino?

Wero ist das offizielle Nachfolgesystem, aber im Casino-Bereich bislang kaum integriert. Die Akzeptanz bei Händlern wächst, bei Online-Casinos jedoch langsam. Wer 2026 in einem GGL-lizenzierten Casino spielt, findet Wero nur in Ausnahmefällen. Trustly und Kreditkarte sind die praktikableren Optionen.

Warum funktioniert Giropay bei manchen Casinos noch in der Anzeige?

Manche Casinos zeigen Zahlungslogos, die nicht mehr aktiv sind, weil die Seite nicht aktualisiert wurde. Das ist ein Warnsignal. Wer ein Casino mit veralteten Zahlungslogos findet, sollte prüfen, ob es überhaupt eine GGL-Lizenz hat. Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder gibt darüber Auskunft.

Welche Gebühren fallen bei Casino-Einzahlungen 2026 an?

Bei lizenzierten Anbietern sind Einzahlungen in der Regel gebührenfrei. Manche Casinos berechnen jedoch Gebühren für Beträge unter 20 Euro oder für Auszahlungen unter 30 Euro. Die genauen Bedingungen stehen in den Zahlungsbedingungen. Wer vor der ersten Einzahlung einen Blick hineinwirft, vermeidet Überraschungen.

Wie lange dauert eine Auszahlung aus einem deutschen Online-Casino?

Bei Banküberweisung dauert es in der Regel 1 bis 3 Werktage. Bei Trustly oder PayPal kann die Auszahlung innerhalb weniger Stunden erfolgen, sofern das Casino diese Wege für Auszahlungen unterstützt. Die Bearbeitungszeit im Casino selbst liegt oft bei 24 Stunden, bevor die Zahlung überhaupt ausgelöst wird.

Kann ich mein Einzahlungslimit erhöhen, um mehr einzuzahlen?

Ja, aber nur mit Bonitätsnachweis. Das regulatorische Maximum liegt bei 30 000 Euro pro Monat, die meisten Anbieter begrenzen jedoch auf 10 000 Euro. Der Antrag dauert bis zu 7 Tage. Ohne Nachweis bleibt es bei 1 000 Euro pro Monat, anbieterübergreifend über LUGAS.

Was passiert, wenn ich in einem Casino ohne GGL-Lizenz mit Giropay einzahlen wollte?

Die Zahlung würde heute nicht mehr durchgeführt, weil Giropay nicht mehr existiert. Bei anderen Zahlungswegen kann die Bank die Transaktion ablehnen, wenn der Anbieter keine deutsche Erlaubnis hat. Der Bundesgerichtshof hat 2024 bestätigt, dass Verluste aus nicht erlaubten Angeboten grundsätzlich zurückgefordert werden können, was die Rechtsstellung solcher Anbieter schwächt.

Was von Giropay bleibt

Giropay war für viele deutsche Casinospieler mehr als eine Zahlungsmethode. Es war der Beweis, dass Online-Casinos im eigenen Bankumfeld funktionieren können, ohne Umweg über ausländische Wallets oder Kreditkarten. Diese Erwartung ist geblieben, auch wenn das System verschwunden ist.

Trustly hat die Lücke weitgehend gefüllt, Wero könnte langfristig folgen. Wer heute in einem GGL-lizenzierten Casino spielt, hat funktionierende Alternativen, die in Sekunden einzahlen und in wenigen Tagen auszahlen. Der eigentliche Gewinn der Giropay-Ära liegt nicht im System selbst, sondern in der Selbstverständlichkeit, mit der deutsche Spieler heute lokale Zahlungswege erwarten.

Diese Erwartung ist berechtigt, aber sie sollte nicht mit Rechtssicherheit verwechselt werden. Die Lizenz entscheidet, nicht das Zahlungslogo. Wer das im Kopf behält, findet 2026 ein Casino, das sowohl beim Einzahlen als auch beim Spielen selbst auf der sicheren Seite liegt.

Verantwortungsvolles Spielen: Glücksspiel ist ab 18 Jahren erlaubt. Die kostenlose Beratungshotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist unter 0800 1 372 700 erreichbar. Auf check-dein-spiel.de gibt es einen Selbsttest. Eine Selbstsperre über OASIS ist mindestens 3 Monate gültig und gilt bei allen lizenzierten Anbietern in Deutschland.